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NEIN zur Erbgut-Auslese beim Menschen.

Ich befürchte dass,

 

... alles, was auch nur schon krankhaft erscheint, als sogenannt lebensunwertes Leben vernichtet wird.

 

... mit der Qualitätsprüfung die Forderung nach einem garantiert gesunden Kind selbstverständlich wird.

 

... das Lebensrecht der Behinderten zunehmend in Frage gestellt wird.

 

Kürzlich stand in einer Zeitung: "Schönmacher Baby-Vorhaut" - "die Ethik geht verloren"

 

Für die perfekte Haut Schrecken Frauen offenbar vor gar nichts zurück: Neuerdings lassen sie sich mit der Vorhaut von Babys behandeln. Für die Gesichtsbehandlung werden aus der Vorhaut von Babys Stammzellen entnommen und diese wiederum in Form eines Serums auf die Haut aufgetragen. Das soll Unreinheit und Falten bekämpfen und einen strahlenden Teint zaubern. Noch immer werden in den USA vielen Babys die Vorhaut entfernt um an Stammzellen zu kommen. Die Kosmetikindustrie scheint im Rennen um Umsätze jede Ethik verloren zu haben!

 

Die PID macht den Weg frei, um überschüssige Embryonen für Versuchszwecke zu missbrauchen. Dabei wird sich die Industrie nicht abhalten lassen, um Nutzen daraus zu schlagen.

 

Eine andere Schlagzeile: " Wir werden bald Babys nach Maß designen"

 

Das menschliche Leben muss von Anfang an geschützt werden. Durch die Selektionierung der Embryonen, welche lebenswert und welche lebensunwert sind, wird der Mensch zu Gott.

Es steht nicht in unserer Hand, über Menschenleben zu entscheiden. Eine Aussortierung der Embryonen durch eine Qualitätskontrolle darf keinesfalls im Labor entschieden werden.

Die PID führt zu einer Diskriminierung von Menschen mit einer Behinderung, in dem sie als unerwünscht und vermeidbare Risiken betrachte werden.

Wenn der Maßstab was lebenswert ist  auf "blaue Augen und blondes Haar" zielt, hat die Menschheit von der Vergangenheit nichts gelernt!

 

Die PID öffnet den Weg, das Wunschbaby der Zukunft zu designen, koste es was es wolle!

 

Die Bundesverfassung hält heute unmissverständlich fest: "Der Mensch ist vor Missbräuchen der Fortpflanzungsmedizin und der Gentechnologie geschützte" ( Art. 119 Abs 1). Mit der Verfassungsänderung gibt es keinen Embryonenschutz mehr.

 

Darum am 14. Juni 2015, NEIN zur PID!

 

Daniel Graber 

NEIN zur unmenschlichen Präimplantationsdiagnostik!

Eine Verfassungsänderung würde Gentests an Embryos ermöglichen

 

Um was geht es?

 

Bunderrat und Parlament möchten die Verfassung ändern: In Zukunft sollen im Reagenzglas so viele Embryos entwickelt werden dürfen, „als für die medizinisch unterstützte  Fortpflanzung notwendig sind“. Die Absicht dahinter ist die Einführung der Präimplantationsdiagnostik (PID). Darüber stimmen wir am 14. Juni 2015 ab.

 

Die PID will, dass bei einer künstlichen Befruchtung, unbegrenzt viele, statt wie bis her drei Embryonen pro Zyklus entstehen dürfen.

Neu sollen die Embryonen genetisch getestet und der Mutter einzeln eingepflanzt werden. Nicht nur vorbelastete Paare, sondern auch solche, die sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen, sollen die Tests machen dürfen.

 

Jährlich könnten in der Schweiz 6000 Paare von der PID Gebrauch machen.

Damit ein gesundes Kind zur Weld kommt, unterziehen sich die Frauen mehreren sehr belastenden Eingriffe. Bis ein gesundes Kind zur Welt kommt, kann eine Behandlung bis zu 10 Jahren dauern und das Ehepaar  einer enormen psychischen Belastung aussetzten.  Die Garantie, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen, ist dadurch trotzdem nicht gewährleistet.

 

Die PID braucht deutlich mehr Embryonen, weil diese einem Gentest unterzogen werden sollen. Alle Embryonen, die nicht der „Norm“ entsprechen, sollen eliminiert werden. Bis ein gesundes Kind zur Welt kommt, werden im Durchschnitt 40 (!)  Embryos vernichtet, tiefgefroren oder für die Forschung verwendet. Ein Zyklus mit PID, d.h. erzeugen von 12 Embryonen, entstehen Kosten von 5000 Franken. Da durchschnittlich pro gesundes Kind mehrere Zyklen notwendig sind, hat das sehr hohe Kosten zur Folge.

Die PID ist für die Fruchtbarkeitskliniken ein Millionengeschäft!

 

Dürfen denn nur jene leben, die den „Qualitätstests“ bestanden haben?

Mich erinnert die Aussortierung von lebenswertem und lebensunwertem Leben an eine Zeit die noch nicht so lange in Europa sattgefunden hat!

 

Wir müssen uns bewusst sein, was wir heute entscheiden hat auf morgen gravierende Auswirkungen! Stimmen Sie am 14.Juni 2014, gegen die Selektion von „Lebenswerten – Lebensunwerten“ Menschen.

 

NEIN zur Fortpflanzungsmedizin und Gentechnologie im Humanbereich!

 

Daniel Graber EDU Appenzellerland